So schaden Medikamente der Leber

Bei Leberschäden denken viele an Alkohol. Dass auch Alltagsmedikamente wie Schmerzmittel der Leber schaden, wird oft vergessen. Wer die Mittel über einen langen Zeitraum zu sorglos schluckt, riskiert Schäden an dem wichtigen Stoffwechselorgan. Professor Heiner Wedemeyer, Gastroenterologe an der Medizinischen Hochschule Hannover erklärt, worauf man bei der Medikamenteneinnahme achten sollte.
Jedes Medikament belastet die Leber

Fast jedes Medikament schadet der Leber.

Der Grund ist, dass die Wirkstoffe von Arzneimitteln durch die Leber abgebaut werden. Im Normalfall kann sich das Organ gut erholen. „Die Leber verzeiht viel“, sagt Heiner Wedemeyer. Kritisch wird es allerdings, wenn entweder zu viele Medikamente geschluckt werden, der Körper gegen ein Medikament überempfindlich reagiert oder die Leber bereits vorgeschädigt ist. Der Mediziner schätzt, dass bei bis zu zehn Prozent der Lebererkrankungen Medikamente eine Rolle spielen könnten.

Akutes Leberversagen durch Schmerzmittel

Vor allem bei akutem Leberversagen sind häufig Medikamente im Spiel. Dieses tritt vor allem bei Überdosierung zum Beispiel von Schmerzmitteln auf. Daher sollte man bei der Einnahme von Tabletten unbedingt die empfohlene Dosierung beachten. Zudem gilt bei frei verkäuflichen Schmerzmitteln die Regel, sie nicht mehr als drei Tage hintereinander und maximal zehn Tage im Monat einzunehmen. Glücklicherweise sei in Deutschland das Bewusstsein für Nebenwirkungen recht hoch, sagt Wedemeyer. In den USA und Großbritannien hingegen seien Medikamente sogar die häufigste Ursache für Leberversagen.

Quelle: http://lifestyle.t-online.de/so-schaden-medikamente-der-leber/id_50473862/index

Lebererkrankungen werden oft nicht erkannt

Etwa fünf Millionen Menschen in Deutschland leiden an einer Lebererkrankung und wissen nichts davon. „Die kranke Leber verursacht keine Schmerzen – sie leidet still“, sagt Claus Niederau von der Deutschen Leberhilfe. Etwa 50.000 Menschen sterben in Deutschland jedes Jahr an den Folgen einer Leberzirrhose, rund 8.000 an Leberkrebs. Wichtig ist vor allem, regelmäßig seine Leberwerte überprüfen zu lassen.

Keine eindeutigen Symptome

„Bei vielen Routineuntersuchungen werden die Leberwerte nicht einbezogen“, erklärt Bianka Wiebner, Kaufmännische Geschäftsführerin der Deutschen Leberstiftung. Die Leber sei oft nicht im Focus der Hausärzte. Für den Erkrankten sei es schwierig, eine Lebererkrankung zu erkennen, weil sie oft keine eindeutigen Symptome hat. „Man ist erschöpft und hat Schmerzen im Oberbauch – dass vielleicht die Leber diese Leiden hervorruft, ist den Menschen oft nicht bewusst“, sagt Wiebner.

Lebenswichtiges Stoffwechsel-Organ

Die Leber ist das größte innere Organ. Sie filtert Schadstoffe aus dem Blut und baut Stoffwechselprodukte ab. Zudem reguliert die Leber unter anderem den Fett- und Zuckerstoffwechsel wie auch den Mineral- und Vitaminhaushalt. Wird dieses lebenswichtige Organ krank, dann funktioniert vieles nicht mehr.

Jeder dritte über 40-Jährige hat eine Fettleber

Mediziner gehen davon aus, dass ein Drittel der über 40-Jährigen in Deutschland an einer Fettleber erkrankt ist. „Dabei steht der Alkoholmissbrauch nicht immer im Vordergrund“, sagt Niederau. Nur etwa 30 Prozent der Fälle seien auf zu viel Alkohol zurückzuführen. Zu wenig Bewegung und Übergewicht verschlechtern die Leberwerte ebenfalls.

Unbehandelte Lebererkrankungen können tödlich sein

Viele Lebererkrankungen führen unbehandelt in eine Leberzirrhose und in der weiteren Folge zum Leberzellkrebs. Seit den 70er-Jahren hat sich die Zahl der Todesfälle mit Leberkrebs in Deutschland mehr als verdoppelt, wie Daten aus dem Saarland zeigen. Jährlich erkranken in Deutschland mehr als 5.000 Menschen neu an diesem Tumor. In den meisten europäischen Ländern ist ein dramatischer Anstieg von Leberkrebs zu beobachten.

Quelle:

http://lifestyle.t-online.de/lebererkrankungen-viele-wissen-nichts-von-ihrer-krankheit/id_46584280/index

Unser tägliches Gift

Gift in unserer Nahrung – Fernsehfilm auf ARTE

Seit 30 Jahren ist eine ständige Zunahme von Krebserkrankungen, neurodegenerativen Erkrankungen, wie Parkinson und Alzheimer, Immunschwächekrankheiten sowie Diabetes und Fortpflanzungsstörungen zu beobachten.

Wie lässt sich diese beunruhigende Situation erklären, die sich vor allem in den sogenannten entwickelten Ländern feststellen lässt? Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, recherchierte Filmemacherin Marie-Monique Robin zwei Jahre lang in Nordamerika, Asien und Europa.

Zahlreiche wissenschaftliche Studien verdeutlichen – und das bestätigen auch die Aussagen von Vertretern der entsprechenden Zulassungsbehörden für Lebensmittel in den USA und Europa: Die Hauptursache ist in der Umwelt und in der Ernährung des Menschen zu suchen.

Der Dokumentarfilm beleuchtet, unter welchen Bedingungen Lebensmittel produziert, verarbeitet und konsumiert werden, und zwar vom Feld bis auf den Teller, von den verwendeten Pestiziden bis hin zu Zusatzstoffen und Kunststoffen, mit denen die Lebensmittel in Berührung kommen.
Am Beispiel von verschiedenen Pestiziden, vom Süßstoff Aspartam und von der in vielen Verpackungen enthaltenen Substanz Bisphenol A wird deutlich, wie mangelhaft und ungeeignet die Bewertungs- und Zulassungsverfahren für chemische Lebensmittelzusätze sind.

Der Dokumentarfilm zeigt außerdem, mit welchen Mitteln die Industrie Druck ausübt und manipuliert, um weiterhin hochgiftige Produkte vermarkten zu können.
Schließlich wird vor allem deutlich gemacht, wie der Mensch sein Immunsystem durch gesunde Ernährung stärken kann. Dass dies möglich ist, beweisen zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen.

(Frankreich, 2010, 113mn) ARTE F

z.Z noch komplett im Internet anzusehen unter:

http://videos.arte.tv/de/videos/unser_taeglich_gift-3761854.html

Erstausstrahlungstermin: Di, 15. Mrz 2011, 20:16

weitere Ausstrahlungstermine: Freitag, 18. März 2011, 10:10
Samstag, 26. März 2011, 14:30

Eine Nahrung ohne Gifte wird mehr und mehr zur Illusion

Eine Nahrung ohne Gifte wird mehr und mehr zur Illusion. Und Skandale mit unseren Lebensmitteln zum Normalfall.

So sagt der Agrarökologe Pierre Rabhi in dem gerade deutschlandweit angelaufenen Film „Goodfood, badfood“ von Coline Serreau sehr treffend:

„Alles was wir in die Erde einbringen, landet in unserem Körper. Deswegen sage ich: Wenn wir zu Tisch sitzen, sollten wir uns nicht guten Appetit wünschen, sondern viel Glück. Man weiß nämlich nicht mehr, was man seinem Körper zuführt oder was man seinen Kindern zu essen gibt.“