Radioaktiv belastete Wale vor Japan gefangen

Japanische Walfänger haben bei zwei im Pazifik getöteten Zwergwalen Spuren von Radioaktivität entdeckt. Die beiden kürzlich vor der japanischen Nordinsel Hokkaido gefangenen Wale wiesen 31 beziehungsweise 24,3 Becquerel radioaktiven Cäsiums pro Kilogramm auf, berichtete ein Fischereibeamter. Unklar ist, ob der Unfall im AKW Fukushima der Grund für die Belastung ist.

Die Radioaktivitätswerte lägen aber weit unter dem kürzlich in Japan festgelegten Grenzwert von 500 Becquerel pro Kilogramm. Zudem gebe es keine Vergleichsdaten, mit denen festgestellt werden könnte, ob die gemessenen Werte höher als normal seien. „Wir werden die Entwicklung weiter beobachten“, fügte der Beamte hinzu.

Radioaktives Wasser strömt ins Meer

Seit dem schweren Erdbeben und anschließendem Tsunami am 11. März, wodurch das AKW Fukushima schwer beschädigt wurde, strömt radioaktives Wasser in den Pazifik. Die japanische Bevölkerung und Experten sind deshalb besorgt, dass sich radioaktives Material in langlebigen Lebewesen der Nahrungskette im Meer ablagern könnte. Die Regierung hat den Fischfang nahe des AKW verboten, zudem werden regelmäßige Proben bei Meeresfrüchten entnommen.

Japan tötet Wale nach eigenen Angaben zu Forschungszwecken. Nach Auffassung des Landes ist der Walfang eine jahrhundertealte Tradition. Das Walfleisch wird in Geschäften und Restaurants verkauft.

Quelle: http://nachrichten.t-online.de/japanische-fischer-fangen-radioaktiv-belastete-wale/id_47201262/index 15.06.2011, 9:33 Uhr

Umweltgifte lagern sich im Gehirn ab

“Umweltgifte wie Schwermetalle, insbesondere Blei, aber auch radioaktive Stoffe lagern sich im Gehirn wie in einem Endlager ab. Das Gehirn zerfällt unter dieser Belastung, (…) Aber auch die geistige und körperliche Gesundheit der hochindustrialisierten Länder ist durch die Fast-Food- Fehlernährung oder die Belastung mit vielen krebserregenden Stoffen bedroht – und zwar in allen Bevölkerungsschichten. Schemenhaft werden Umrisse einer Weltkarte menschlichen Leids sichtbar, dem sich die globale Familie nicht mehr entziehen kann.”

Quelle: Informations- und Dokumentationssystem Umwelt; Umwelt und Gesundheit – bibliographischer Auszug aus ULIDAT -Erscheinungsjahr 2003; Umweltbundesamt, Bismarckplatz 1,14193 Berlin

Umweltgifte, insbesondere die Neurotoxine sind Substanzen, die eine starke Affinität zum Nervensystem des Menschen haben. Sie werden von den Nervenenden absorbiert und innerhalb der Neuronen zu den Nervenzellen weitergeleitet.

Auf ihrem Weg zerstören sie die Vitalfunktionen der Nervenzellen, wie zum Beispiel den axonalen Nährstoff-Transport, die mitochondrische Atmung sowie die DNA. Der Körper versucht ständig, die Neurotoxine über die zur Verfügung stehenden Ausleitungswege zu eliminieren: über die Leber, die Nieren, die Haut, die Haare oder die Luftwege. Die Entgiftungsmechanismen im Körper funktionieren durch Acetylation, Schwefelbindung, Glucuronidierung, Oxidation und andere chemische Prozesse. Dabei spielt die Leber die wichtigste Rolle. Die meisten Substanzen werden durch die Gallenflüssigkeit in den Dünndarm geleitet und so über das Verdauungssystem ausgeschieden. Wegen der lipophilen, neurotropen Natur der Neurotoxine werden diese jedoch über die unzähligen Nervenenden des enterischen Nervensystems (ENS) in die Darmwände rückresorbiert.